eHealth Barometer 2016: Eine Mehrheit befürwortet das ePatientendossier

eHealth Barometer 2016: Eine Mehrheit befürwortet das ePatientendossier

Das Interesse an eHealth wächst. Eine Mehrheit der Stimmberechtigten und der Ärztinnen und Ärzte sowie der andern Gesundheitsfachpersonen befürwortet die Einführung des elektronischen Patientendossiers. Dies ist eines der Ergebnisse der siebten Ausgabe des Swiss eHealth Barometers 2016.

 

Spitalärzte sind offener für die Digitalisierung

Befragt wurden für das eHealth Barometer 2016 Gesundheitsakteure sowie schweizer Stimmberechtigte und, erstmals in dieser Studienreihe, Mitglieder der nicht-profitorientierten Spitex-Dienste. Deutliche Unterschiede in Bezug auf die Akzeptanz von eHealth und des ePatientendossiers gibt es innerhalb der Ärzteschaft: So steht die Spitalärzteschaft der Digitalisierung im Gesundheitswesen deutlich offener gegenüber als die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte. Zugenommen hat die Beteiligung einzelner Institutionen an regionalen und kantonalen Projekten zur Umsetzung von eHealth in der Schweiz. Die öffentlichen Debatten rund um den Datenschutz haben allerdings auch im Bereich „eHealth“ die Sensibilität in Bezug auf das Thema erhöht und die Bedenken der Befragten leicht verstärkt.

Elektronisches Patientendossier wird am liebsten beim Hausarzt eröffnet

Am 19. Juni 2015 verabschiedete das Parlament das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG). Eine Mehrheit der Stimmberechtigten, wie auch fast alle Gesundheitsfachpersonen, befürwortet diese Einführung grundsätzlich. Eine klare Mehrheit der Fachpersonen sieht im elektronischen Patientendossier Potenzial zur Verbesserung der koordinierten Versorgung und sieht ganz allgemein grössere Vorteile für die medizinische Versorgung von Patienten. Verbliebene Vorbehalte gehen nicht zuletzt einher mit einer sich pointierenden Debatte rund um das Thema Datenschutz. Doch immerhin 39 Prozent der befragten Stimmberechtigten würden selbst ein elektronisches Patientendossier eröffnen und verwenden. Weitere 10 Prozent würden dies auf Empfehlung hin tun. Am liebsten wird ein elektronisches Patientendossier beim Hausarzt eröffnet, wie die folgende Grafik zeigt.